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2014 irgendwann – Verirrt

Ohne Willen,
Knospen aus Bäumen quillen
Ohne Denken,
Kraniche ihren Flug nach Norden lenken

Leben eben,
jenes Gott gegeben
Mehr noch,
ein Empfangen und bibberndes Bangen,
wenn die Winterschollen brechen
und Lust in tosenden Bächen,
sich ungefragt ergießen,
in neuem Sprechen, neuem Sprießen

Schau mein Kind - dieses Vogelsingen,
als sei es Gottes klingen
Kein Verstandes Wille
hat Zugang – zu dieser Stille
Kein Winter sich in den Frühling verliert
und ich verliere mich nicht in Dir 

Vertraue, sage ich,
wir haben uns nur verirrt

 

 

2014 Dezember 09 Etwas hat mein Haus betreten

Etwas, hat mein Haus betreten
Unbekannt – vor langer, langer Zeit
Und nach diesem inneren Beben
Nein, ich hab ihm keine Beachtung gegeben
Lebte ES ein stilles – unbeachtetes Leben – in Einsamkeit

Etwas, hat mein Haus betreten
Ohne zu wissen
Lehrt dieses Etwas, mich zu leben
Alles von ihm, macht sich in mir breit

Etwas, hat mein Haus betreten
Dieses Etwas, will in mir leben
Dieses Etwas, will aus mir leben
Leuchtend, wie blühende Frühlingszeit

Als hätte Gott mein Haus betreten
Neues Bewusstsein will sich erheben
Von Leben, in einsamer Unendlichkeit

Etwas, hat mir gegeben
Ein Reifen von Leben – von Zukunft
Wie ein Funke im Samen
Ohne zu ahnen, welcher Baum ihm einst scheint

Etwas, hat mir einen Traum gegeben
Ich tue alles, um ihn zu leben
ES hat mein Haus betreten
In jede meiner Zellen, hat ES die Liebe geschrieben

ES hat uns eine neue Zeit gegeben
Vor einer ahnenvollen Ewigkeit
Eine unvorstellbar glückliche und göttliche Zeit
Zeit, der Einheit
Um uns zu erfahren, im Geld, im Besitzen, im Bewahren
Wir erfahren uns im Ver-Dienen
Darin ist mir, eine andere Zukunft erschienen
Wir arbeiten an Zukunft
Am Streben nach Sein, in der Unendlichkeit

Vom Leben uns vor langer Zeit gegeben
Da hat Etwas, mein Haus betreten



 

 

2014 Dezember 05 Barfußtage

Hinüber gegangen
Und im endlichen Frühling verfangen
Abgrund - da alles dort gelassen, zerronnen
Was bliebt – ist
Der Wille Recht zu bekommen

Und spät im Herbst dieses – Nebelfallen
Eine Welt in Fetzen
Vom seelenlosen Hetzen
Schuhe viel zu klein
Etwas lädt zum barfuß Gehen ein

Barfuß - Gefühle - von getragen und sein
Altes, schon lange zu eng und zu klein
Neues, nicht gefunden
Schmerzhaftes, getragen
Auch, wenn der Schnee ist kalt in diesen Barfußtagen

Wege und Flüsse gefroren
Und alles erscheint in Fetzen
Barfuß kannst du nicht hetzen
Gefrorener Schmerz
Hat in der Einsamkeit allen Raum

Nichts hat mehr Bedeutung
Am Ende der Hoffnung
Bleibt noch – der Traum

 

Traum:

Es ist sehr dunkel 
Zärtlich halte ich dein Gesicht in meinen Händen,
streichle dich
Welt entrückt
Wo bist du hingegangen
Zurückgezogen
Versunken
Erstarrt
Der Blick gebrochen, zum Boden gerichtet
Verloren, gefangen, unerreichbar
Wie Seele kann ich dir begegnen
Mein Leben lang versuche ich dich zu halten, in dieser ohnmächtigen Haltlosigkeit
Gott schenke mir ein Licht
Wer immer ich bin
Was immer ich bin
In all meiner mir möglichen Liebe und Zärtlichkeit
Werde dich durch das Leben tragen
Alles was mir bleibt, ist meine unantastbare Würde und meine Liebe für Dich
Was nur, ist dir geschehen
Diese Frage erschüttert mich bis in jede Zelle



 

 

 

 






 

 

2014 November 11 ES Alleine Gehen
(Inspiration Heike)

Der Weg zum See
Er scheint versperrt
Von unglaublichem Getöse
Versperrt, von Unlösbarem
Von ohnmächtig, menschlich Schwerem

Bete zu Gott
Zu den Engeln
Flehe um Hilfe
Lege – ES – in ihre Hände

Der Weg zum See
Bleibt immer – Weg
Klar erscheint er
Entschieden, mich ihm zu Überlassen
Mein Schicksal, in Deine Hände legend

Weg gehen
ES Alleine gehen

So gut ich kann 

 

 

 

2014 November 05 Gärtner Warten

Sitzen im Garten
In Stille versunken
In samengleichem Warten
Jahr um Jahr
Bis, des Regens Gnade
Das erweckt
Was in ihm steckt

Unwissendes Warten
Ahnungslos der Garten
Was ihm noch blühen wird
Von Gesetzen längst geschrieben
Aus dunklen Zeiten
Aus ahnenvollem Lieben und Leiden

Und, dass ich Gärtner bin
Ist da hineingeschrieben
Von Gärten und Blumen
Von unendlichem Lieben
Mir so unbekannt
Wie fernstes Land

So wie denen
In zukünftigen Leben
Wir hier Samen sind
Sie nicht wissend, was ihnen mitgegeben
In diesem Weltenstreben
Warten müssen, den ganzen Fluss zu leben
Vom Ende bis zum Anbeginn

Er-Ahnend, alles ist gepflanzt
Stein-, pflanzen-, tiervermischt
Zu Menschlichem, hoch aufgestellt
In einer Welt
Von Ende und von Anbeginn
Immer wieder

 

Du Seele, dem Garten der Samen bin




 

 

 

2014 September 13 So gut ich kann

Vogel, so gut ich fliegen kann
Baum, so gut ich blühen kann
Sonne, so gut ich strahlen kann
Flüsse, so gut ich lieben kann
Feuer, so gut ich wärmen kann
 

Die Liebe mit dir, zwingt mich auf die Knie
Gefühle, so gut ich träumen kann,
von Frau und Mann
Von -
Frühlingen, bekommen und genommen
Sommern, hitzige durchlebt
Herbste, in ihnen die Seele bebt
Winter, im Vertrauen auf blühen,
auf warmen Frühlingswind

- und - Adlern, die mir Zeuge sind 

 

 

 

2014 August 25 Ende und Anfangen

Sinnlicher Kuss
Intimer Geruch
Zartheit deiner Knospen
Weicher, zitternder Bauch
Nässe deiner Lippen
Dieses Er-Leben
Dieses göttliche Beben
Im Kommen - genommen

Unendlichkeit
kostbar dieser Moment
Eine Illusion von Ewigkeit
Unwiederbringlich schon vergangen
Schon, vor dem Anfangen

Im Anfangen das Ende
Im Anfangen der Tod
Diesen ersten Moment unaufhaltbar mitgenommen 
In der ewigen Stille zerronnen
Das Schale und Träge mischt sich menschlich hinein
Du bist mir schon genommen und wirst es immer sein

In diesem wachen Erleben
unausweichlich eng und klein
Sprengt es den Verstand
fließt wieder - in alles hinein
Um nur dann - wieder - dieses
Ewige und Einzige zu Sein

Im Meer der Einsamkeit
BIST Du
im All - Ein - Sein




 

 

2014 August 24 Leben lernen

Hast du erst erschlagen diesen stinkenden Drachen
erklingt von überall her ahnenvolles, himmlisches Lachen

Im Herbstlichen Schauen
Im Fallen der Blätter
Im Dunkeln der Nacht
Lange haben sie mit dir gewacht
Mit Traumpflügen meinen Acker fruchtbar gemacht

Und wie die Quelle, das Licht der Welt erblickt
So dich der Adler in die Freiheit schickt
Aus Lebensfreude und Demut
webst du dir ein gülden Kleid
Ahnenvolles Lachen
denn nun sind auch sie in Liebe befreit

Sie haben lange mit dir gewacht
Träume gesendet aus tiefster Nacht
Bis quellengleich deine Klarheit erwacht

Klarheit, zu sehen und zu verstehen, dass
alles ist dieses - Eine - unendliche Wehen
Von ihm der Adler sich tragen lässt
Im neuen Kleid
Freiere dein Seelenfest




 

 

2014 Juni 12 Traumnebel

Traumnebel streifen durch meine Tage
Erinnern mich ganz vage
Mit Bildern aus oft vergangener Zeit
Tage und Zeit die gehofft, jedoch nicht gelebt
Noch heute in meiner Seele bebt

Traumnebel dann erinnern
Mit goldenen Äpfeln, die schimmern, die reifen
Und Händen, die nach Sternen greifen
Und Blüten, die durch Wüsten wehen
Ach, diese lange schon vergessenen

Fast wie besessenen, fernen Tage
In denen - ganz vage
Ich noch wusste wer ich bin
Noch wusste um Welten Sinn
Quelle und Ozean und Anbeginn

Traumnebel streifen wieder durchs Herz
Tragen Fische himmelwärts
Und stürzten in wildem Getöse über Klippen mich
Zeigen mir liebliche Rosen im weißen Sarg
Und führen mich schließlich in stinkende Keller hinab

Zu Tode erschrocken
In diesem Nichts, Bettler hocken
Nebel sich lichten
Schwarz, erstrahlt in hellem Licht
Grün aus dicken Mauern bricht
Da sitzt du, schaust mich an mit göttlichem Gesicht

Traumnebel brechen in meinen Tag
Erinnern mich – ganz vag
An einen lange vergessen Traum
In ihm - konnte ich ins Jenseits Brücken bauen




 

 

2014 Mai 29 Übergang

Adlermorgen getragen vom Nordwind
Zerbrochen dein Gesicht
Im Anbruch des ersten Tageslicht

Zart überzogen von Tau
Liegen Wiesen und Wälder
Klar sprudelnde Wasser
Erstes Grün auf winterfruchtbaren Feldern

Adlermorgen getragen im Wind
Mäandernde Gefühle
Kein Ende, kein Anfang

Alles ist Übergang 

 

 

 

2014 Mai 27 Göttliches Leben

Wenn das Du ruft in deinem Leben
Dann musst du dich, auf Adlers Höhen begeben
Um Dich zu verstehen, in meinem Reifen
Musste ich nach Sonne und Sternen greifen
Die mich zerren und mahlen und lieben
Bis nichts anderes mehr ist in mich geschrieben
Als, dieses eine unendliche Du

Das Du, das aus dem Dunkeln der Liebe anbricht
Deine Gnade, dieses gemeinsame Liebes-Licht
Dieses Du, dass mich mit dir vereint
In diesem Du, sind wir alle von Gott gemeint
Und nichts kann dieses Eine trennen
Wenn wir uns darin als Liebende erkennen

Ich musste mich auf Adlers Höhen begeben
Um Dir zu begegnen
Meinem göttlichen Leben



 

 

 

2014 Mai 16 Alleine gehen

Weit
So weit
Macht das Sehen
Seher müssen den Weg alleine gehen
Auf dem Ausgetrampelten, da sind gar viele

Der, der Eine
Der das Ziel
Er ist fast nicht zu sehen
Seher ringen nicht, mit dem Gehen
Sie entscheiden
Und alle die, die trampelnd bleiben
Muss er lassen
Die Blinden, von Neid und Gier und Hassen

Die, er muss sie lassen
Und eigentlich, muss er den Weg auch gar nicht gehen
Manchmal bleibt er am Wegrand stehen
Und wundert sich,
Den Einen, so könnten ihn doch alle sehen

Müde vom Winken, Schreien, Rufen
Verhallt im Getrampel der Herdenhufen
Er macht sich auf
Folgt dem Licht
Und wird es machen wie in seinem Gedicht
Aus einem lang vergessen Traum
Unsichtbare Brücken bauen

 

 

 

2014 Mai 14 Dir ergeben, mein Leben

Es dir überlassen
Nicht mein sondern Dein Wille geschehe
Ich, kann es nicht mehr machen
Werde Dir folgen
Und das nehmen, was dem Meinen bestimmt ist

Was ist richtig
Was ist falsch
Es hat sich zerronnen
Die Entscheidung muss aus anderen Richtungen kommen
Keine Kraft mehr, für all das Wollen

Mein Herz hat sich Dir geöffnet
Wirst Du je den Raum mit mir betreten
So wie der Frühling die Räume erfüllt
Sich fügen müssen in dieser Unausweichlichkeit
Der Narr betritt die Bühne, er ist schon lange bereit

Darf ich um den Tanz bitten
Tief in der Verneigung
Deiner Achtung ergeben
Oder Deiner Aufforderung sich zu erheben
Adlergleich, Du führst mich in Dein Reich

Menschenmöglich und Unmöglich
Es fordert mich heraus
Zu steigen mit Dir
Es lockt die Abendsonne
Aller neuen Morgenden hoffend

Wirst Du mich führen
Werde ich Dir folgen können
In das was mich erblüht
Aus dem Nichts
Aus der Gnade, Tod wirst Du mich noch lassen
 

Einsam, zieh ich durch die Gassen
Tanzenden Narrentanz
Auf Glückstalers Wegen
Dir entgegen
Dem ewigen SEIN, ALLEIN
 

Tod wirst Du mich noch lassen




 

 

 

2014 April 15 Für die Liebe

Geliebter
steh auf, steh wieder auf
auch, wenn es dich, im freien Fall
auf der Härte der Nüchternheit zersplittert hat.

Geliebter
steh auf, steh auf für die Liebe
Für deine Wahrheit und Ehrlichkeit.

Geliebter
steh auf, steh auf
und reise Dir die alten Fetzen vom Leib
Bis du in deiner vollkommenen Schönheit
wieder erstrahlen kannst.

Geliebter
steh auf, steh wieder auf
auch, wenn dann alles vor Dir erzittern mag
und sie in ihrer Angst, mit Steinen dich bewerfen.

Geliebter
steh auf, könnte es einen schöneren Tod geben,
zu sterben für diese eine gute Sache.
Jeder Tropfen Blut, ein Liebesgedicht!

Und du Geliebte,
wie gerne liege ich in Deinen Armen,
wie gerne versinke ich mit Dir im Schlaf,
berauscht mich Dein Sein!

Geliebter
steh auf, wache auf
und wenn es dich danach drängt Geliebte
dann begleite mich,
dann lasse uns die Fahne gemeinsam tragen.

Geliebte, Geliebter komm, steh auf!
Für die Würde!
Für die Wahrheit!
Für die Liebe!

 
 

 

 

2014 Februar 14 Frühlingstraum

Das sind so die Tage 
in deren Bleiben, sie 
uns still verschweigen
dass, sie 
uns fließend doch entgleiten 
um dann,
in neuen Welten wieder auferstehen 

Und, wenn Frühlingssehnsucht
sich erbricht in jedem Baum
Als würde lang geträumtes 
und noch länger schon versäumtes 
uns unbekannte Brücken bauen 
 
So, wie ein jeder neuer
Frühlingstraum 





 

 

2013-09-09 Immer zu…  (für die geliebte Rose)

Immer,
Immer zu, will ich dir sagen, dass ich dich liebe.
Aber ist ES das?
Ist ES das wirklich?
ES erscheint mir so viel mehr!

ES bleibt mir nur das Wort - Liebe.
Wie kann ES mehr sein als die Liebe?
Ist es nicht auch Dankbarkeit?
Dankbar für dieses Mysterium, in dem wir uns begegnen.
Diesen Zauber, den du in mein Leben bringst.
Immer zu, dieses kleine, verkopfte, ich Liebe dich.

ES Äonen groß und mir bleibt nur
dieses kleine Wort – Liebe – und meine Verzweiflung.
Meine Verzweiflung darum, mehr daraus machen zu wollen!
ES in die Welt zu schreien!
Aber wie kann ES mehr sein, neben dem schon Unfassbaren,
dem Leben, einem Leben mit dir.

Nichts lässt ES mir.
Alles, aber auch alles, schlägt ES kurz und klein.
Zerrieben in den Lebensmühlen. 
Keine Vorstellung hat Bestand.
Kein kleines Wort.

ES schüttelt mich und drischt mich,
so lange bis von allem spelzenhaften befreit,
weiß und rein, hingegeben und mit dir verbunden,
Neues erblüht.

Rose, du unfassbares Glück, in meinem Garten.
Erblüht verströmst du dich, duftend, zart.
Ich bleibe, bleibe und schweige in unserem Tanz, im gülden Glanz.
Rose, die Zeit mit dir
macht ES so kostbar, dieses kleine Wort, 
dieses Bleiben und dieses Schweigen!

Duft, wie Sturmgeläut!
Oh Rose, 
ES ruft….
ES berührt….
mein Herz!
ES bricht…

ALLES AUF



 

 

 

2013-09-05 ES trägt 

Dem Leben zur Ehre
Habe ich das alles getragen
Meines und auch Deines
So wie ES mich trug
Ihm war ich nicht zu schwer

So lange mein Herz schlägt
Will ich mein BESTES tun
In Würde,
mich würdig erweisen
Dem Leben und dem Tod zur Ehre

Still und dankbar lasse ich mich tragen
im Wind, lerne fliegen und sehen,
dass ich, - ES - bin



 

 

2013-07-19 Disharmonisch zum Wahrhaftigen...

So lange das Abbild menschlichen Handelns
Disharmonisch zum Natürlichen steht
So lange ist Gewalt die Saat

Der Diener, der denkende Geist
Hatte seine göttliche Herkunft verleugnet
Bevor der Hahn drei Mal krähte

Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist




 

 

2013-07-19 Natur als Spiegel....

Kultiviert
Wortepark
Wir nennen es Garten

Ich nenne es Gewalt

Ineinanderfließend
mäandere mich durch mein Leben



 

 

2013-06-01 Der Liebe Nass

In des alten Trocken
Ergießt sich ganz erschrocken
Der Liebe Nass
Und frisches Grün, vergessenes Blühen

Ein Kitzeln, so in allen Ritzen
Dieses, dann das Dunkel
Zart und ungelenkt
Es Mauern sprengt

In finsteren Erden und Gestein
Stocksteif wie Menschgebein
Der Wurzelhalt im Werden
Und oben, hoch erhoben
Die Sommer ziehen
Der Liebe Nass
Voll und reif im gülden Fass
Wird Wasser zu Wein

Lebe ich denn so still hingegeben, im Stocksteifen
Während oben Früchte reifen
Menschgebein wird nicht letztes Licht gewesen sein
Nicht letztes Wort gesprochen
Träume kommen angekrochen
Erzählen von der Liebe Nass im Reifen

Und Samen fällt auf lockren Boden
Wurzel spricht zu diesem Knoten
Sag mir, erzähl mir von dem Licht dort oben




 

 

 

2013-05-30 Nacht von Liebe durchdrungen

Früh hättest du mich holen können
Bald gebrochen und verschwommen aller Augenlicht
Aller Tage Licht, es blieb die Nacht
Willen haben übernommen
Da hättest du mich holen sollen
Hast mich fallen lassen in die tiefste Nacht

Der letzte Funke bald verglommen
Verspielt schon in der ersten Nacht
Auf diesen Feldern, Willens Irrsinn sich entfacht
Alles was mir lieb gewonnen, ich hab's umgebracht
Denn du hättest mich holen sollen
So hab ich es gar nicht wollen
Herz voll Einsamkeit, alle Türen zugemacht

Das Zappeln, lang schon war's zu ahnen
Gelenkt in wundersame neue Bahnen
In längst vergessenen Gefühlen
Nicht mehr diesen trotzig kühlen
Frühling
Sie, Sie liegt in meinem Arm

Ist es Tod oder Leben, was Sie entfacht
Gleißendes Licht, Sie
Hat es in mein Leben gebracht
Nacht von Liebe durchdrungen
Bald, der letzte Streich ist vollbracht


 

 

 

 

 

 

2010-03-30 Hingabe
(heute 14. Mai 2013 wieder gefunden, für Kirsten! Welche Freude!)

Die Hingabe wird zu einem Verlangen in mir
Wie ein kosmisches Brennen
Regeln stimmen nicht mehr
Nur das heilige Band der Liebe ist noch wichtig

Ich gebe mein Leben dafür
Es bist nicht nur du
Du bist mein Tor
Ich falle in dich
Ich falle in dich und ins Ganze, mit dir
Du bist ich und ich bin du
Wir sind eines

Ich will es
Meines in Deines, Deines in Meines
Wie kann ich dich berühren in deiner Berührtheit
Wo Berühren, zum Berührt Sein wird

Liebe, bist Du
Ich sehe dich…..

Falle mit dir durch die Zeit
Eine Seele
Du und Ich, WIR

In der irdische Berührung die Liebe der Ewigkeit
Sein, nur hier um Dich berühren zu dürfen
Zwei Seelen die sich küssen dürfen
Bin ich deshalb so bedingungslos mit dir
Weil ich weiß geliebte Seele
Du warst schon immer bei mir und ich bei dir

Wenn ich meine blaue Farbe aufgebe
Mich mit dir neu mische
Regenbogenliebesspiel
Welche Farbe wird uns das Mysterium schenken
Wenn wir zusammenfliesen

Oh Gott, wie liebe ich diese Gedanken 

 

 

 

 

 

 

2013-05-29 Wassergleich

Verschenken
Wie Wasser sich verschenkt
Wasser alles Leben tränkt

Blüten, Blumen, Frucht und Kraft
Dieses, das was Leben
Vom Wasser uns gegeben

Liebe, Demut
Um göttliches Leben zu erheben
Im Kinderaugenglanz, im Sonnentanz

Leben
Weit und breit
Existenzielle Lebendigkeit

Götter, Götter
Sieh nur alles Gott
Wasser schenkt es immerfort

Das ich mich traue Dich zu trinken, Dich zu essen
Hatte Dich fast ganz vergessen
Dein unendlich, liebendes Ermessen

Finde mein Leben
Dir dem Unfassbaren,
Unausweichlich hingegeben



 

 

 

 

2012-08-26 Nur ein Lächeln lang  (Broome Westküste Australien 19. Mai 2002)

Nur ein Lächeln lang
lag ich in deinem Arm

Wie kann es sein
dass alles
so groß
so unermesslich groß und weit sein kann

Wie kann es sein
dass alles
so still
so unfassbar still sein kann
Nur ein Lächeln lang

Wie kann es sein
dass die Liebe
dass die Liebe
ein Herz so, so
zum Bersten
erfüllen kann
Nur ein Lächeln lang

Wie kann es sein, sag mir
wie nur
kann es sein
dass der Tod so köstlich, so
unvorstellbar warm und gut und köstlich
weltenunerkennbar herzerfüllend schön und vollkommen
sein kann

Nur ein Lächeln lang
lag ich in seinem Arm

 

 

 

 

 

        

2010-11-13 Ich sah Dich

Ich sah Dich
und weil Du nicht mehr wusstest wer Du bist
verlor ich alles vertrauen in Dich

In jedem Menschen stehst Du nun wieder vor mir
und nun sehe ich wie verwirrt Du bist
In deiner ganzen Hoffnungslosigkeit gefangen

Ich sah Dich schon immer
Mensch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2010-11-12 Die Ordnung

Als das Kleine sah
wie klein es war

Da hat sich das Kleine groß gedacht
Das Große, das hat ihm Unendlichkeitsangst gemacht

So sponn sich das Kleine in die Nacht der Träume ein
Und träumte sich, größer als das Große zu sein

Geduldig trug das Große weiter das Kleine
Dieses träumende, unwissende, kostbare, feine

Die Zeit kam und das Kleine im Großen erwacht
aus dieser fast nicht enden wollenden dunklen Nacht

Todesängstlich zittert das Kleine vor reuiger Scham
Im Traum es sich doch vor dem Großen noch größer vorkam

Erkennend es war niemals Klein
im Großen geboren und im traumhaften Großsein schmerzhaft allein

In die Ordnung gefallen, nimmt es seinen Platz im Großen ein
und erkennt, hier war es schon immer daheim

 

 

 

 

 

 

2010-11-10 Ein schlechter Traum

Dass dieses Lassen müssen
so nah am fallen Lassen ist
Wo ist der Raum dazwischen
in dem es nicht kalt und traurig ist

Voll sind der Räume angstbesetzt
nur manchmal einer durch die Strassen hetz
Von Tür zu Tür, klopft er sich die Finger wund
Besetzt, tun ihm die Menschen kund

Des Hetzens Herzensmüdigkeit
Das Gift, macht sich in allen Gliedern breit
Vom Ausgangspunkt betrachtet
Kam er nicht wirklich weit

In einer Ecke kauernd
begegnet ihm ein fremder Mann
Wenn Du bereit bist, sagt er
ich dir alle Türen öffnen kann

In seinem Herzen reißt er, auf
den unendlich schönen Raum
und im Erwachen fühlt er, dieses Lassen müssen
war nur ein schlechter Traum

 

 

 

 

 

 

 

2010-11-09 Vom stillen Platz

Des leiden Leid
sich ganz hinzugeben
Leid aus Verzicht geboren
Verzicht auf alles was uns menschlich ward

Des Leides Weg durch alle Menschlichkeit
Und in des Todes dunklem Tor
die Liebe tritt hervor
In Einsamkeit vom stillen Platz
Dieses kleine ICH
ich hier verlor



 

 

 

 

2010-11-03 Strandgefühle

Im Strandgefühl
entspannt sich das kleine, harte, enge Sandkorndenken

Voller Freude, lässt es sich von der Welle waschen
und nimmt danach wieder seinen Platz ein
um Strand zu Sein

 

 

 

 

2010-11-02 Beim Erwachen
(wie sehr ich es liebe)

Dieser Moment, beim Erwachen
Dein Duft des Morgens
Getragen von der Nacht

Die Blume öffnet sich
Verströmt ihre ganze hitzige Pracht
Mein Herz fliest zu dir
Leben, Liebe, Freude erwacht

Dieser Moment
Die ganze Nacht hat er gewacht

Deine nackte Sinnlichkeit
ergießt sich in mich, und ich
ergieße mich in Dich

Dieser Moment
DU, nur DU hast ihn zu mir gebracht

 

 

 

 

2010-10-29 Das Wunder der Freude

Ein Wochenende sollte es sein, mir Dir
Unglaublich groß war die Freude in mir

Ich renne los, los wie besessen
Herrje ich hab schon wieder diese Türe vergessen

Nun halt ich die Beule in meiner Hand
Da ist etwas anders
Unter der Enttäuschung die Freude ich fand

Diese unglaubliche, geduldige nicht enden wollende Freude,
zu sein mit dir
Ach du bist es
Mit leuchtenden Augen steht das Kind vor mir

Sei nicht traurig, sage ich
und nehme es liebevoll an der Hand
So ist es nun einmal mit dem Verstand

Die Beule tut nun schon fast nicht mehr weh
Ich gehe mit dem Kind hinunter zum See
Glücklich und still liegt es in meinem Arm
Das Glück der Sonne durchfliesend und warm
Das Glück des Momentes, das ich dich im Sein halten kann
Das Glück der Freude, währt es in Momenten doch ewig an

 

 

 

 

 

 

 

2010-10-21 Dein DU

Das wertvollste ist, dass Du bist
In dieser Form, hier geboren

Deine ganze Würde ist, dass Du bist
Dieses existentielle Du

Dieses Du lächelt mir zu
Dieses Lächeln ist, als ob Gott mich küsst
und das
das kannst nur DU

Ich lächele Dir zu
Dein liebendes DU

 

 

 

 

2010-10-15 Urgrund Sprache

Worte
Sprache
Du bist Sprache
Ich Dein Wort
Hast mich zu Deinem Wort gemacht
Der Blumen Pracht
Der Worte Macht
Wie liebevoll doch Deine Sprache ist
Wenn man der Worte Inhalt mal vergisst

Worte
Sie erbauen und zerstören
Manches Mal, sie mich ganz tief berühren
Und der Ursprung alle dessen
Ist die Sprache ganz vergessen
Sprache wie die Liebe ist
Leben in Liebe
Wie sehr habe ich diese Sprache vermisst

Worte
Ich bin
Dieses Sein ist aller Worte Sinn
Deine Sprache ich doch bin
Werde ich diese Sprache je ergründen
Oder gar den Redner finden

Worte
Dieser Redner
Bin das ich
Und vertrete ich nur Dich
Da holt mich dann die Demut ein
Worte werden hohl und klein
Und dann, dann fällt mir nichts mehr ein

Außer, wie können Deine Worte meine SEIN

 

 

 

 

 

 

 

2010-10-15 Das Gefühl

Auf unsichtbarer Welle triffst Du auf mich
Zerbrichst alle Mauern und lächelst mir ins Gesicht
Das Gefühl mit Dir
Es darf zu mir
Es darf ganz in mein Herz
Es darf hinter allen Schmerz

Dort warte ich schon lange auf Dich
Dort kannst Du mich nehmen
und ich werde mich Dir geben

In der Form liegst Du neben mir
wie die Saite im Klavier
Wir sind uns nicht klar was dann geschah
wir wissen auch nicht, wer der Spieler war

Es war die Zeit
als die Liebe begann
Geist und Seele in vollendetem Klang
Dort treffen wir uns im neuen Raum
Gefühle und Geist die Brücken bauen
Seelenträume öffnen wundersame Herzensräume
Ich liege neben Dir wie die Saite im Klavier
und lausche unserem gemeinsamen Klang
Das war die Zeit
als die Liebe begann

 

 

 

 

 

2010-10-05 Gedanken ranken

Gedanken sind wie Ranken
um das Leben

Im Denken kann ich ihnen Dornen geben
oder, mich in Orchideenwiesen legen

Die Dornenranken leicht ich fand
Gegeben einem jeden, im Verstand

In meinem Herzen blüht ein Orchideenland
So es in der Genisi schon stand

Das Herz begriff es sofort
Nicht so der Verstand

Die kostbarste aller Blüten
hoch ausgesetzt gefährlich und schön

Du zeigst mir den Platz
wo die lauen Winde wehen

Da steht sie vor mir
unfassbar und schön

Du bist der Mutterboden
auf dem die kostbaren Wunder geschehen

Auf diesem Weg
mit Dir will ich weitergehen

 

 

 

 

 

 

 

2010-09-28 Getragen im SEIN

Leben was bist Du
Leben wer bist Du
Ich weiß nur, ich bin nicht das Leben
Ich lebe nur

Leben Du trägst
Wasser, Erde, Feuer, Luft
Die Fische im Wasser
Der Adler aus den Lüften ruft

Im Sein
getragen von Dir
Der Geist fliegt hoch
Er ahnt die Seele in mir

Leben Du lebst mich
und doch bestimme auch ich
meine Freiheit, mein Bestehen
die Freiheit, jeden Weg zu gehen.

Ich starb, als ich Dich verlor
ICH starb, als ich Dich wieder fand
In Adlers Gewand

Nur der Wind weiß, wie fliegen geht
Der Adler hoch am Himmel steht
Lasse mich vom Leben finden
Getragen auf unsichtbaren Winden
Leben weiß, wie Leben geht

Im nicht Wissen, tiefsten Verständnis
findet sich Erkenntnis
Leben, Liebe, getragen im SEIN
Leben lädt immer zum Lieben ein

 

 

 

 

 

 

2010-09-14 Zwillingsliebe
(in Liebe für meine Zwillingsschwester. Du bist früh gegangen)

Ich suchte Dich in jeder Frau
und fand Dich auch ein bisschen

Doch diese Zwillingsliebe
unergründlich in jede Zelle geschrieben
so, nein so, kannst Du mich nicht lieben

Und als ich Dich dann habe losgelassen
begann ich eine neue Liebe zu erfassen

So neu, dass ich mir blind und dumm vorkam
Voller Dankbarkeit, halte ich Dich in meinem Arm

 

 


 

 

2010-08-01 Der Bettler

Es ist ihm nicht wirklich anzusehen
Vielleicht am schwereren Gang, beim Gehen

Sonst, nein er zeigt es nicht
dass er ein einfacher Bettler ist

Er bettelt nicht um Geld und Gut
nicht um ein Bett in dem er ruht

Das alles hat verloren seinen Schein
Nachts hüllt er sich in das Letzte ein

Etwas, dass nur ihm geblieben ist
Ewigkeiten hat er es vermisst

Das Tuch der Liebe hüllt ihn ein
Ein Bettler der Liebe muss er nicht mehr sein

 


 

 

2010-06-08 Der Engel (in tiefer Liebe)

Müde ist mein Sinnen
und in des Alters Müdigkeit
neues Schauen kann beginnen

Du schaust das Singen
und in diesem Klingen der Nacht
du weißt, bald ist es vollbracht

Du schaust der Seelen Geheimnis
und dir wird noch einmal unendlich bang
denn du schaust, den göttlichen Klang

Und in diesem endlichen Bangen
hältst du noch immer voller verlangen, das Glück in deinem Arm
und lächelnd weißt du, es währte schon ein Leben lang

Du schaust in Augen, wie Seen
in deren kosmischen Wehen
schaut dich das Wunder der Liebe an

Kokonhaft, gehalten in seidenen Fäden
durchwoben von göttlichem Plan
du schaust, ein lockiger Engel liegt in deinem Arm

In diesem altersmüden Schauen, lernst du vertrauen
und du öffnest nun deinen Arm
der Engel erhebt sich, frei er jetzt fliegen kann

 

 

 

 


 

 

2010-04-30 Lebensfreude

Die Freude ist
der Blumen Duft
der mich ruft

Die Freude ist
Dein Lächeln
Deiner Augen Glanz
Deiner Hände Tanz

Die Freude ist
dass Du bist
und ich mit Dir
In dem Mysterium des Seins
Mit Dir und allen Blumen Eins

Seelen die sich finden
Seelen die sich verbinden
um das zu tragen
was fast nicht zu tragen ist

Seit Leben im Menschsein gefangen
liebende Herzen bangen
Krieger sich erheben
für unzählige gelebte Leben

Die Freude ist
dass Du mit mir bist
Welch zartes kostbares Band
Mein Leben ist in des Lebens Hand

Die Freude ist
dass Du mit mir bist

 

 

 

 


 

 

2010-03-09 Wenn der Tod jetzt käme
(Es wird schön und intensive)

Wenn der Tod jetzt käme
mir das Kostbarste
mir die Liebe nähme

Nie mehr dein Lächeln sehen
Nie mehr an deiner Seite gehen
Nie mehr deinen Körper spüren
Nie mehr deine Haut berühren

Nie mehr der zarten Lippen Hauch
Nie mehr das Feuer in meinem Bauch
Nie mehr den heiligen Raum betreten
Nie mehr deinen Duft riechen, ich gäbe mein Leben

 

 


 

 

2010-02-24 Frühlingsstürme (für Kirsten)

Frühlingsstürme
Worte Macht
Flächenbrände hat der Wind entfacht
Sie haben mir all meine Dinge umgebracht

Die Wolken zerschlagen
Ihnen Formen gegeben
Noch heute weint der Himmel
Die Erde tut beben

Mein Haus, das nur mir gehört
Wie durch ein Wunder
Die Stürme haben es nicht zerstört
Nur dieses Eine ist mir geblieben
Langsam lerne ich es zu lieben

Neue Winde streichen durch das Land
Frisches Grün hat die verbrannte Erde verbannt

Nichts ist wahr, was einst als wahr angenommen
Mit Dir hat etwas Neues begonnen
Mit Dir darf das Begonnene ganz anders sein
Sanfte Frühlingswinde laden Dich zum Träumen ein

 

 

 

 


 

 

2010-01-09 Urknall

Urknall
aus der Enge meines Herzens

Neue Welten
neuen Lebens

Im Echo der Zeit die ewige Frage:
Wer bin ich
Wo komme ich her

Da begegnest DU mir in Deiner unendlichen Liebe

Da, begegnest DU mir

 

 


 

 

2010-01-04 Die Kraft

In der ganzen Kraft meines Kampfes gegen Dich, zeige ich Dir meine Liebe.
Ein JA!

Die Angst, im Schmerz zu ertrinken.

Dass ich Dir hier begegne!
Gelassen, lege ich mein Schwert nieder und lege mich in Deinen Schoß.

Heimat!

 

 


 

 

2009-11-16 Worte sind zu klein

Worte sind zu klein
Die Not passt da nicht hinein

Wer jedoch versteht den Raum
der kann für die Liebe Brücken bauen

 

 


 

 

2009-08-25 In Liebe Schamlos

Warum bist du allein
Es ist mir schwer mit den Menschen zu Sein
In ihrer Nähe, möchte ich nur weinen und gehe

Sie wissen nichts vom Morgenrot
Von da wo ich komme da gibt’s keine Not

Menschsein ist Tod
Sie wollen dieses Tor nicht durchschreiten
Kämpfen lieber und streiten
Kinderseelen Höllenqualen leiden

Drum bin ich allein
Es fällt mir schwer Mensch zu Sein

Nicht du bist der Grund
Nein, ich ganz allein
Ertrage mich nicht in meinem Mensch Sein

Ich ekele mich vor Neid, Lust, Gier und Zorn
In diesem NEIN habe ich mich verloren

Erinnerst du dich noch, ganz klein
War es nicht schön, in Liebe Schamlos zu sein

 

 

 

 


 

 

2009-07-03 Emanzipation

Du willst ein Mann sein
Kämpfst um deine Sporen
Siehst es nicht
Hast dein schönstes,
dein Frausein verloren

Du bist im Kampf
Im Kampf gegen mich
Für diesen Kampf hasse ich dich
Was bin ich wert als Mann ohne dich

Ich brauche deine zarte Weiblichkeit
Wenn du sie mir nicht schenkst
Machen Kriege und Nöte sich breit
Dann wird der Welten Härte wachsen
Wir in Starrheit brechen
Mein Mannsein wird sich gnadenlos an dir rächen

Für deine weibliche Stärke findest du den Krieger in mir
Und dann stehe ich an deiner Seite und kämpfe mit dir

Dir in der Tiefe begegnet
Samen ich dir schenke
In der Tiefe lässt du dich berühren
Kannst so das Begonnene weiterführen
Du nimmst das Geschenk gerne an
Trägst und nährst es, dass es leben kann
Folgst ganz Frau, dem göttlichen Plan

Wie nur soll das enden, wenn du bist ein Mann

Merkst du
Merkst du, wie ich ringe um dich
Erkennst du mich noch, mit allen Narben im Gesicht

Bitte reiche mir deine Hand
Ich gehe mit dir zurück
Zurück mit dir in unser Vaterland
Einst der Regenbogen uns dort verband

Doch ist das nicht nach deinem Sinnen
Dann töte mich bitte gleich
Lass es uns hier und jetzt zu Ende bringen

 

 

 

 

 

 

 

2009-07-03 Nacktheit

Sehnsucht nach Nacktheit
Körperliche Nacktheit
Vollkommene sexuelle Nacktheit

Entleeren der Gedanken
Entleeren des Wissens
Entleeren des Darms
Nackt und leer

Geistige Leere empfängt die Natur

Unfassbare sexuelle und geistige Nacktheit
Freiheit

Kleider, Gedanken, Wissen
alles reiße ich mir vom Leib

Haut und Haare müssen folgen
Der nackte Samen wird keimen
Erde fühlen
Wurzeln

Ohne Lüge zurückkommen
Nackt wie das Kind
Geburtsnackt
Todesnackt

Sterben ins Glück

 

 

 

 

 

 

2009-06-02 Alles, aber auch alles

Alles, aber auch alles was wir sehen
Ist aus dem Einen
Aus dem Seinen
In seiner manifesten Form
wird es uns nur anders geboren

Aber sieh nur
Steine, Blumen, Wasser, Tier und Mensch
Sieh nur ganz genau
Ist nicht alles der gleiche Bau

Hat nicht alles den gleichen Tempel
Nur mit unterschiedlichem Stempel

Sieh nur, wie das Netz wurde gesponnen
Aller Illusionen hier begonnen
Sieh nur, wie die Zeit es trägt
und dein Herz dagegen schlägt

Dort in der Tiefe das Wunder begann
War es einmal ein schöner Gesang

Dort in der Tiefe wir Liebe es nennen
wenn wir uns ganz dazu bekennen

Dort in der Tiefe umhüllt von dunkelster Nacht
Dort ist der heilige Tempel
Dort ist das Licht, das Leben erwacht

Alles, aber auch alles kommt von dort
Wir nennen es auch manchmal

Gott

 

 

 


 

 

2009-05-12 MenschenSteine

Menschenwüste
Lebender Stein
Unnahbar erscheinst du
in deinem SteinSein

Unendlich rannte ich gegen dich an
Nicht wissend, dass mein SteinSein
schon vor langer Zeit begann

Verrücktheit zeigt sich im buntesten Kleid
Zieht über Fluren und Felder
Samen des Leids

Still sitze ich jetzt
Sehe mir unser MenschenSteinSein an
Und weiß, dass ich nichts
Aber auch gar nichts
Daran ändern kann

 

 


 

 

2009-04-02 Denn wisse

Nun bin ich da
ganz zart und rein
Ich kann noch ohne Worte SEIN

Liebende Worte
die wünsche ich mir
denn wisse
alle deine Worte bleiben in mir

 

 


 

 

2008-11-11 Des Menschen Naturell

Der Mensch in seinem Naturell
glaubt schnell
alles sei normal

Laptop
Handy
Hessenwahl (Linkspartei)

USA
China
Pakistan
Massenmord
Atomtransporte
Schulmassaker
Börsencrash
Bankenpleiten
Fleischskandal
Kinderschänder

Wo bleibt meine Wahl
Kinder in Not sterben in Deutschland den Hungertod
10 Millionen Kinder jährlich weltweit sterben

Des Menschen Naturell
Wir vergessen gerne schnell
Ein Schrei macht sich breit
über die weit verlaufende Sprachlosigkeit

Tagesthemen, Wirtschaftsraum
wichtiger als Kindertraum

 

 

 

 


 

 

2008-11-09 Geführt von eigener Hand

Bis in den Tod
immer aufs Neue
ich hielt dir die Treue

Das scharfe Werkzeug
geführt von eigner Hand
modellierte dich in mein junges Land

Du warst der Spiegel für mich
Im spiegeln sah ich nur dich

Sehe was einst geschah
Mit glasharter Verwunderung
nehme ich es war

Noch bevor der Worte Bedeutung ich fand
Zerstörte ich aus Liebe zu dir mein eigenes Land

Lastete mir auf, deine Form
Begrub mein Selbst unter deiner Norm
Von dir übernommen
Wann hat das begonnen

Du schufst mich nach deinem Ebenbild
Stattdessen Jahrhunderte der Normen aus jeder Ritze quillt

Im Spiegelkabinett stehe ich immer wieder vor dir
Bist du der Spiegel
Oder bist du die Tür

 

 

 

 


 

 

2008-11-06 Im Spiegel

Der Spiegel brannte sich ein
Kinderseele will nicht Spiegel sein

Hoffe, dass der Spiegel bricht
freue mich auf mein Gesicht

 

 


 

 

2008-10-18 Seelengold

Wein
aus uraltem Stock
Über Jahre veredelt
zur vollen Blume gereift

Sonnenvergoldete Süße
voll der Frucht
voll des Geistes
voll des Duftes
Blutrotes Seelengold

Von ihm zu trinken hieße
die Liebe Gottes in sich aufnehmen

Dir anvertraut, überlassen

Unachtsam lässt du ihn fallen
Das Gefäß zerschellt auf hartem Grund

An der Stelle sprießt frisches Grün
Weckt neues Leben

Nie mehr wird es das gleiche sein

 

 

 

 


 

 

2008-10-12 Atemnot
(Traumwelt)

Zärtlich nimmst du meine Hände in die Deinen
Es ist als würden Sonnen scheinen
Im zarten Spiele sich ganz vereinen

Du legst dich auf mich, zart und schön
Noch nie vorher war es so geschehen
Leidenschaftlich werden deine Küsse
Die ich überaus vermisse

Dein Gewicht lastet ganz auf mir
und ich mein Gleichgewicht verlier

Atemnot überfällt mich mit Gewalt

In der Not flüchte ich in den Tag
In dem ich die Not noch weniger trag

 

 

 

 

 

 

2008-10-11 Worteland

Jenseits des Benannten
dort gibt es ein Land
aus ihm hat Gott uns die Kinder gesandt

Uns zu retten ist ihr begehren
Doch im Worteland wir ihnen alle Hilfe verwehren

 

 

 

 

 

2008-09-29 Es darf auch anders sein

Du liebe Freundin

An deinem Zweifel fühle ich, dass etwas nicht stimmt.
Du erscheinst mir fast betroffen. Warum?
Ich stelle die Frage in den Raum. Was ist das?
Eine Stimme sagt: „Du willst Recht haben!“

Ich will Recht haben?
Ja so wie es immer war! So willst du es. Es darf nicht anders sein.
Du glaubst, er will dich angreifen und da bestehst du förmlich darauf.
Aus diesem darauf bestehen, kommt die Angst!

Ich muss lachen und in meiner Brust ist ein Hüpfen.
Die Angst ist weg.
Es darf auch anders sein.
Welche Freude, ja es darf auch anders sein.
Das ist mein Kampf.
Mein Autoritätskonflikt.
Es musste immer so sein wie ich es erfahren habe.
Selbst wenn es tödlich wäre.
Ich lege mich mit dir an, du großes Mysterium.
Es darf auch so sein, wie du es mir schenken würdest.
Unendliche Freude!
Ich will mich nicht mehr mit dir streiten, kämpfen. Welche Arroganz!
Beschenke mich du schönes Leben.
Ich will es nehme!

Es darf so anders sein, wie ich es mir nicht vorstellen kann!

 

 

 

 


 

 

2008-09-27 Kein Raum

Keinen Raum
Verzweifelte Hoffnungslosigkeit
An keinem Platz ist Sicherheit

Gewalt wird alltäglich, willkürlich
Die Angst wächst unermesslich
Tagsüber kann ich mich zusammenreisen

Im Schlaf erbricht sich der gequälte, verängstigte Körper
Die Übelkeit geht in die Tage mit
Essen geht nicht mehr

Habe genug zu schlucken an meiner Angst

Tod wäre Gnade und Hoffnung

 

 


 

 

2008-09-27 Horror Bilder

Das Leben fragt nicht
Es geht seinen Lauf

Leben trägt alles
Gequälte Körper funktionieren
Biologisch kann ihnen weinig passieren

Aber die Seele sie flieht
Fleht um Hilfe und Hoffnung
Aber in diesem Gefängnis gibt es keine Hoffnung

Stirbt die Seele
Dann macht der Geist neue Räume auf
Und du verlierst dich

Brutale Gewalt schlägt mir ins Gesicht
Als hätten sie 50 Jahre darauf gewartet
Horrorbilder nehmen allen Raum ein
Panische Angst durchziehen Tage und Nächte
und jede Ecke meines Hauses

Das Gefühl ist Auflösung, kurz vor dem Irrsinn
Die Befürchtung, alles kommt wieder
Nimmt kein Ende

Diese Kindertage
Angst vor der Dunkelheit
dem Alleinsein, ich weine

Sie kommt und schlägt mich
damit ich weiß warum ich weine

Ich weine
Schlagen
Ich weine
Schlagen
Ich weine nicht mehr
Übergebe mich an meiner Angst und mache ins Bett

Schlagen

Bitte lieber Gott schick mir einen Engel

Ich habe ihn nie gesehen

 

 

 

 


 

 

2008-09-23 Gesprochenes Wort

Es gab nur ein Ziel
gegen dich zu kämpfen
Irreversible erscheinen die Schäden durch dich
Deine Macht liegt in der Unausweichlichkeit

Du fragst nicht um Erlaubnis
Plötzlich stehst du im Raum
Für dich gibt es keine Grenze
Du durchdringst alles
Machtlos, Ohnmächtig muss ich dich nehmen

Keine Macht der Welt hält dich auf
Nur der Tod ist deine Grenze
Der Boden auf dem du gedeihst ist Himmel und Hölle
Angst und Hilflosigkeit sind dir ein gefährlicher Nährboden

Aus Urzeiten bekommst du deine Kraft
Die Waffe, die du bist ist Materielos
Und doch bist du das schärfste
Formgebenste dieser Welt
Verteidigung ist zwecklos

Schutzlos ziehst du das Kind in die Tiefe
In die dunkle Nacht der Seele
Hier bekommst du Nahrung
Wut und Zorn speisen dich
Es gibt dir den letzten Schliff

Wenn du dann als Waffe erkannt wirst
Hat das Leben wieder eine Chance

 

 

 

 


 

 

2008-09-21 Ausgebrannte Kirche
(Traumbotschaft)

Ich wende mich ab
glaube nicht mehr

Meine Kirche verlassen
Bleibt leer

Nach Jahren finde ich sie wieder auf meinem Weg

Erschrocken,
sie liegt unter einem Berg begraben
Bis auf die Grundmauern ausgebrannt

So finde ich dich wieder
Seelenland

 

 


 

 

2008-09-17 Verborgener Altar
(die Kraft der Träume)

Von kräftigem, strotzendem Efeu umrankt
Kaum mehr zu erkennen
Verbirgst du dich
Und ich verbeuge mich

Verborgener Altar
Kleiner kostbarer Tabernakel

Der goldene große Schlüssel
den ich bei mir trage passt
Der Mechanismus gibt nach
Der zarte junge Efeu hat nicht die Kraft
ihn zu blockieren

Die Frau weiß um deine Existenz
Wir entfernen den Efeu
Reinigen das Schloss

Ich bin noch rechzeitig gekommen

Du öffnest dich

 

 

 

 


 

 

2008-09-06 Das ganze Universum

Mit meinen Sinnen
erobere ich mir die Welt

Mit meinem Herzen
das ganze Universum

 

 


 

 

2008-09-05 Du ganz klein

Ich wünschte
Du wärest ganz klein
Dann könnte ich Gebirge sein

Schaute ins Weltall hinein
Dir ganz nahe SEIN

Geliebter, unendlich weiter Raum
Ich kenne dich kaum

Bist zwar in jeder Zelle von mir
und trotzdem stecke ich in der Tiefe hier

Wie der Mond so ziehe ich auch mit dir meine Bahn
Erlebe Licht und Schatten und Größenwahn

In dieser Tiefe es ist kaum zu verstehen
Nur aus dem Nichts kann das Neue entstehen

 

 


 

 

2008-09-04 Beißende Worte

Die Unterhaltung
wird von dir unterbrochen

Wirfst uns einen Haufen beißender Worte vor die Füße
Ätzende, bewertende, wütende Worte

Ich hoffe, es geht dir jetzt besser
Kann dir nicht das Reden verbieten

Du fragst nicht
Ohnmächtig ertrage ich sie

Da liegt er nun dieser wütende Haufen
Klebt an meinen Füßen

Fahre nach Hause schrubbe und wasche sie mir

 

 


 

 

2008-08-16 Des Dichters Tod

Als das Kind noch ohne Worte war
Aus den Sinnen sich sein handeln gebar

Das gelernte Wort
ihm wart gewahr
kann nicht beschreiben
was da einst geschah

So wurde Handeln
mechanisch und klein
Schließt all deine Sinne weg und bis allein

Das ist des Dichters Tod
Er findet keine Worte mehr
Die Bürde der Worte
wurde ihm zu schwer

Worte, Enge zum Verfluchen klein
Menschenherde blökt immer denselben Reim

 

 

 

 

 

2008-08-24 Die Wut

Ihr Menschenschlechter
Ihr Menschenverächter

Habt in Gottes Namen
zerstört die Geistige Dimension
in schulderfüllender Religion

Habt beschmutzt den Heiligen Raum
Das Kind in Schuld und Sühne gestürzt

Ich habe Euch geglaubt
Ich habe Euch vertraut

Das Weib ist zerstört
Der Vater getötet

Glaubens Exitus
durch die Kirchen weht

Gebete der Reinheit
zur Sünde verdreht

Wie kann Freude, Glück, Liebe
im Schattenbaum der Arroganz gedeihen

In die Welt der Triebe
fiel ich hinein

Die Liebe wird
auf dem Altar der Macht geopfert

Ihr Scherken habt mich
meiner Frau
meines Mannseins beraubt

Alle sind wir aus der Ordnung geglitten
Seelen Höllenqualen erlitten

Quälend mein Gewissen
in der Perversion euerer Saat

Tief hat sich der Hass vergraben
Tief die aufblitzende Mordlust versteckt
diese Wut blieb unentdeckt

Nun endlich kann ich sie fühlen
und all mein Hass ist dein

Wollte ich doch nur ein Gotteskind sein

 

 

 

 

 

 

2008-08-21 Deine Würde

Deine Religion
Deine Gedanken
Deine Erfahrung
Deine Sprache
Deine Handlungen
sagen sie

Meine Würde besteht darin
alles zu lassen

 

 

 

 

 

2008-08-21 Wann wache ich auf

Ich wache auf
liege im Bett

Ein Mann liegt auf mir
Seine Hand in meinem Brustkorb
Er reißt mir das Herz heraus

Ich wache schreiend auf
Alptraum

Wann wache ich endlich auf

 

 

 

 

 

2008-08-21 Seltene Blume
(für Doris die viel zu früh gegangen ist)

Immer wieder treffe ich sie
diese seltene Blume
Steht einsam und stolz auf ihrem weiten Feld

Ich muss zu ihr gehen
wenn ich sie sehen will
Dann blüht sie für mich
Bei Tag und bei Nacht

Wenn ich gehe
bleibt mir Erinnerung

Ob sich die Blume an mich erinnert
und wer bin ich
fragt der Wanderer
wenn ihr Leben blühen ist

Wanderschaft

 

 

 

 

 

2008-08-18 Kinderalltag

Beim Abendbrot
sitze ich neben dir

Deine Hände
Messer und Gabel
riesig groß

Der Schlag
mit dem Handrücken
Mitten ins Gesicht

Ich darf diese Hände
nie mehr aus den Augen verlieren

 

 

 

 

 

2008-08-18 Notfalltag

28. Dezember 1995

Hochzeit
Wir heiraten
Bin nervös und aufgeregt
Hohle freudig deinen Brautstrauß

Dein rasierklingenscharfes
Perfektionisten Samuraischwert
köpft mich
Die Schleife ist zu lang

Warum konnten wir
in unserer Not
nicht
zusammenhalten

Einsam und alleine
sage der Verstand: "JA ich will"

 

 

 

 

 

2008-08-17 Sternenforscher

Schlagzeile:

Wir sind am äußersten Rand des Universums
angekommen

Du schönes Licht
Bin vielleicht ICH deine Quelle

Vor Milliarden von Jahren
als reines Licht ausgesandt
Damit ich dich heute
hier im sich schließenden Kreis wieder fand

 

 

 

 

 

2008-08-10 Trotz, heute sag ich NEIN

Liebendes Herz
gefangen im Schmerz falscher Moral
zu eng ist dieses Tal
zu groß ist die Qual

Mal will ich dich haben
Mal möchte ich dich schlagen
In Verzweiflung zerrissen
weine ich still in die Kissen

Dann bin ich wieder stark
Mein Herz ganz hart
Mein Trotz sagt zu allem nein
Bestrafe mich so selbst
Bin einsam
Bin allein

Trotz ich verstehe dich
Heute will aber ICH
Heute will die Liebe siegen
Heute will ICH in ihren Armen liegen, schwach und klein
Heute, du lieber Trotz
heute, sage ich zu dir NEIN
und lasse mein Mädchen morgen früh
in mein Herz hinein

 

 

 

 

 

 

2008-08-08 Sternschnuppenschmerz

Sternschnuppenschmerz

Das Herz löst sich auf.
In leuchtenden Tränen
fällt es auf die Erde.
Regnet in mein Leben.

Bin ganz nass von dir.

Niemand hat es bemerkt. 

 

 

 

 

2008-08-03 Perlenstickerei

Hast mir eine schöne Form gegeben.
Wir nennen sie Leben.

Perle an Perle aufgereiht
gibst du mir halt
gibst mir Struktur
dünner Lebensfaden nur.

Von außen mit Stolz getragen, farbig und schön.

Der Perlen Arroganz:
"Der wahre Wert, ist unser Glanz und nur durch uns zu sehen!"

Lachend reißt der Faden.
Ein neues Bild kann entstehen.

 

 

 

 

 

2008-08-02 Auf immer verloren
(für meine Zwillingsschwester Rebecca)

Auf immer verloren der Schmerz holt mich ein
wollte ich doch gerne dein Bruder sein.

Über Berge und Wiesen mit dir gehen.
Gerne deine schönen Augen sehen.

Es war eine Verabredung in Liebe begonnen
unsere Seelen hatten sich viel vorgenommen.

Du hast es nicht ertragen schon zu Beginn nicht gewollt zu sein.
Früh hast du entschieden und ich blieb allein.

Im Schmerz hab ich dich an mich gebunden.
Gestern in mir nur dich gefunden.

Voller Wut, Trauer und Schmerz
hab verschlossen mein liebendes Herz.

Hab euch allen die Schuld gegeben
Es ist so einsam ohne dich, dieses Leben.

Jetzt habe ich entschieden und lasse dich gehen
konnte ich doch gestern deine gefangene Seele sehen.

Nun mache ich mich in mir breit.
Es war so lange, wird wirklich Zeit.

Wenn ich zurückkomme, werden wir uns wieder sehen.
Magst du mit mir noch einmal, in Liebe auf eine Reise gehen?

 

 

 

 

 

2008-07-23 Dynamik

Von oben nach unten das Wasser geht
Von Hoch nach Tief die Winde weht
Zwischen Tag und Nacht das Leben steht

Priester und Hure
Berg und Tal
Weit ist das Feld
Wird nur aus meinem Denken bestellt

Ob Freud oder Leid
Hier wird gut und böse entschieden
Lust und Liebe oft vertrieben

Zerrieben in diesem Spannungsfeld
Von mir wird der Acker bestellt
Ich bin Acker, bin Saat, bin Ähre, bin Frucht
Oft habe ich meinen Weg verflucht

Der Weg ist weit und nicht immer leicht zu gehen
Musste ich erst diese Dynamik verstehen
Zwischen Plus und Minus wird das Leben geboren
Zwischen Plus und Minus habe ich mich verloren

Wie schön ist es nun den Priester zu sehen
Wie schön ist auch zur Hure zu gehen
So viel schöner, dass Sie jetzt beieinander stehen

 

 

 

 

2008-07-23 Alter Wind

Durch die Kirchen zieht ein alter Geist
Es scheint als sei er schon lange verwaist
Er findet seine Wurzel in der Urreligion
Seit vielen Äonen weht er schon
Auch meine Reise ist sicher ein Teil davon

Nun geliebter Wanderer treffe ich dich
Meine Heimat ist Wanderschaft zwischen den Welten
wo andere Regeln und Gesetze gelten
Ich spüre deine Zartheit in meinem Gesicht
warte darauf dass die letzte Mauer bricht

In meinen Träumen steht sie bereit die Ahnenkraft
Sie fragt mich nicht
hat einfach einen Durchbruch geschafft
Kann dich jetzt fühlen du schöner Wind
Will endlich zurück
dass die Seele Heimat find

 

 

 

 

 

2008-07-13 Ganz ernsthaft

Ganz ernsthaft; ich dachte wirklich ich sei „ICH“.
Dann brichst du in mich und ganz ernsthaft ich verstand Dich nicht.
Hatte keine Ahnung von Dir und diesem schönen heiligen Raum.

Hast mich besucht, Du Wanderer zwischen den Welten,
hast eine schöne Verbindung geschaffen.

Ganz ernsthaft; wie sollte ich das raffen, beengt in meinem Verstand
und Du mit Stab und brauner Kutte als Gewand.

Oder wie sollte ich das verstehen,
in einem Wassertröpfchen, mich, das Göttliche zu sehen?

 

 

 

     
                                       

Du bist am Ende angekommen.
Dieses Ende war 2001 ein neuer Anfang für mich. Ein Weg, der gegangen werden wollte. Die Reise, die unaufhaltsam weiter geht, nie zu Ende ist. 

2008 begann ich zu schreiben. Ich saß das erste Mal vor einem weißen Blatt Papier. Die Auseinandersetzung mit mir, nimmt in dem Geschriebenen viel Raum ein, einen wirklichen Raum für mich. Kostbar und auch heilig.

Das ist ein kleiner Teil, von dem was raus wollte und auch immer noch will. Immer wieder neu, immer wieder ganz anders, wie Du auch in den Texten bemerken wirst. Irgendwann wird es dann weniger. Eine Last fällt ab. Was bleibt ist die Einsamkeit und die Trauer. Die Trauer um das Ungelebte. All das was zwischen uns Menschen nicht möglich ist. Aber sie verlieren irgendwann ihren Schrecken. Sie werden als wundervolle Qualitäten erkannt, denn wenn nichts mehr bleidt, gar nichts mehr, dann kommt die Freude um die Ecke und lächelt aus dem Herzen uns an. Was für ein Glück, das Leben ist. Es ist Deine Freude, Deine Liebe. Wir sind dann keine Bettler der Liebe mehr.

Vielleicht kommt Dir vieles bekannt vor, dann schreibe. Schreibe es nieder, es ist als könnte danach die Seele besser atmen. Es ist schön, wenn es Dich drängt, wenn Du nicht mehr still sitzen kannst, bis alles seinen Ausdruck gefunden hat. Der Sturm geht vorüber. Das Unausweichliche will angenommen werden und unser Schicksal ist unausweichlich.

Dank!
Danke für Dein Interesse! Schön, dass wir zusammen reisen!

Boneventura

 

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Euer Wanderer Boneventura ('buona ventura' gutes Geschick) | info(at)faszinationplusliebe.de - Wenn nicht anders angegeben © Ulrich Müller